Zentis ist einer der größten fruchtverarbeitenden Betriebe Europas, hat mehr als 2.000 Mitarbeiter, ist aber noch immer ein familiengeführtes Unternehmen. Mit ihrer neuesten “Creation des Jahres”, einer Mischung aus Erdbeere, Maracuja und Cranberry versprechen die Aachener nicht weniger als “eine pure Liebeserklärung an sonnengereifte, leckere Früchte und an beste Anbaugebiete.” Hält der Geschmackstest der vollmundigen Werbung stand?
Ehe wir diese Frage beantworten wollen, zunächst ein paar Worte zu einer der Basislinien von Zentis: Zur Reihe “Sonnen Früchte”, die aktuell acht verschiedene Sorten umfasst. Unter anderem – da die generell extrem leckeren Beeren als die beliebteste Marmeladensorte in Deutschland gelten, zumindest laut “Deutsche Gesellschaft für Ernährung” aus dem Jahr 2000 haben wir natürlich diese untersucht: Erdbeerkonfitüre mit gerade mal 0,2 g Fett auf 100g. Ziemlich lecker, und man ahnt beim Verspeisen tatsächlich, dass der Hersteller nur natürlich gereifte Früchte verwendet und kann sich überdies freuen, dass richtig schmackhafte Fruchtstückchen auf dem Brötchen landen.
Dieser Genuss wird sicher auch 2017 noch im Handel verfügbar sein. Ganz anders – leider, denn nomen est omen – bei der traditionell auf das laufende Kalenderjahr beschränkten “Creation des Jahres”. 2016 eben eine Mischung aus Erdbeere, Maracuja und Cranberry. Und die hat es wirklich in sich. Wenn eine Marmelade süchtig machen könnte, dann wäre das wohl diese neueste Sonder-Creation von Zentis – die als 295-g-Glas für eine UVP von 1,89 Euro brandaktuell in die Supermarktregale kommt. Schon optisch überzeugend als herrlich rote Mischung, aber eben auf der Zunge ein absolut überdurchschnittliches Erlebnis: jeder Biss schmeckt nach all den aufgezählten Früchten und bildet doch in seienr Gesamtheit noch einen Ticken mehr. Und: auch hier hat es der Konsument bei den Ingredienzien Cranberry oder Erdbeere teils mit richtig schön großen Fruchtstückchen zu tun, die auf der Zunge aber fast von selbst dahinschmelzen.
Die Maracuja hingegen erkennt man nicht mit bloßem Auge – aber sie gibt die gut harmonierende, die Gesamtkombination perfekt abrundende, leicht säuerliche Note innerhalb des sonnengereiften Früchtetrios. Anders als eine aktuelle Linie der an sich auch sehr vielfältigen und oft sehr schmackhaften Zentis-Süßwarensparte, den Praslines “Bel Choco á la Caffe Latte Nougat”, wo wir uns aufgrund des Labels “Hochfeine Creationen” und vor allem der Aufmachung/Beschreibung (Nougat mit Java-Vollmilchschokolade umhüllt, mit Fäden aus dunkler Schokolade dekoriert, 97,5 g für 3,99 Euro) irgendwie mehr als Durchschnittsware erwartet hatten, ist die neueste Marmeladen-Creation wirklich ein Volltreffer. Ein Extraschmankerl für jeden der sich selbst oder anderen ein Verwöhnfrühstück auftischen will.
