Aus Granatäpfeln gewinnt eine Münchner Unternehmung schonend Direktsaft und fügt zum Teil Himbeere oder rote Karotte dazu. Trotz ihrer uralten Kulturtradition genießt die orientalische Frucht, die hier im Focus der Aufmerksamkeit steht, hierzulande immer noch Exotenstatus. Da vor allem gute Säfte daraus bisher eine Seltenheit waren, wollten wir herausfinden, was die fünf unter Vakuum abgefüllten Produkte der Linie “BESTER Paradiesapfelsaft” geschmacklich zu bieten haben.
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Ausschließlich Früchte aus Wildsammlung nutze der Hersteller für seine Säfte. Das heißt, dass die Granatäpfel nicht aus angelegten Plantagen stammen, sondern von natürlich wachsenden Bäumen, die auch dementsprechend unbehandelt bleiben. Das gelte übrigens auch für die teilweise zugesetzten Him- oder Heidelbeeren, Cranberrys und anderes Obst. Doch zunächst zurück zu den Paradiesäpfeln an sich: Isst man die durchgehend unter warmer Sonne gereiften kleinen saftigen Kerne, so schmecken sie einzeln oft recht süß. Man merkt ihre Herbe normalerweise kaum – bei den hier getesteten Säften indes entfaltet sie sich gut. Damit der Geschmack unverfälscht bleibt, werden die frisch gepressten Erzeugnisse sehr schonend pasteurisiert. Schließlich gilt Granatapfelsaft als sehr empfindlich gegenüber Sauerstoff- und Hitzeeinwirkung.
Die Abfüllung erfolgt dann unter Vakuum, damit der Sauerstoff den Geschmack und die kräftige dunkelrote Farbe nicht beeinträchtigt. So bleiben auch die wertvollen Bestandteile erhalten. Granatapfel gilt mit seinen Wirkstoffen ja als ungemein vielseitig: er helfe bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, habe positiven Einfluss unter anderem bei Arthritis und Krebs, wirke antioxidant, steigere nebenbei die Potenz und hat generell den Ruf lustfördernd zu sein.
Am besten schmecken Paradiesapfelsäfte erwartungsgemäß ordentlich gekühlt. Auch dann sind sie aber keine Säfte, die man einfach durstlöschend hinunter kippt.
Angeboten werden aktuell fünf Geschmacksrichtungen: Granatapfel pur (ausschließlich aus 100% Granatapfelsaft) ist die herbste Variante, die mit allen Geschmacksnerven im Mund aufgenommen wird. Bei Granatapfel-Waldheidelbeere (50% Granatapfelsaft, 20% Heidelbeersaft) mildert zusätzlich ein 30% Roter Traubensaftanteil den Geschmack des Paradiesapfels – die Heidelbeere harmoniert hierzu perfekt. Erfreulicherweise wird auch bei den weiteren Sorten generell auf billige Apfel- oder Orangensaftanteile verzichtet – auch bei den beiden folgenden Chargen kommt vielmehr besagter Traubensaftanteil zum Einsatz: Bei Granatapfel-Cranberry (60% Granatapfelsaft, 10% Cranberrysaft) spürt man dabei nur eine eher leichte Süße – bei Granatapfel-Himbeere (50% Granatapfelsaft, 20% Himbeersaft) tritt sie verstärkt zu Tage.
Am mildesten schmeckt die Mischung Granatapfel-Violette Karotte-Rote Beete (80% Granatapfelsaft, 10% Rote Beete Saft, 10% Violette Karotte Saft). Der Geschmack von Roter Beete ist – in Zusammenspiel mit der wieder entdeckten Violetten Karotte, die im Vergleich mit orangenfarbenen Artsgenossen intensiver erscheint und auch einen höheren Gehalt an gesunden Wirkstoffen mitbringt – besonders beim Abgang auch in der nominell gering wirkenden Beimischungsmenge angenehm spürbar. Allen fünf Angeboten gemein: der Granatapfelsaft schmeckt tatsächlich wie frisch gepresst. Und besonders positiv: abgefüllt wird ausschließlich in Glasflaschen.
Für alle, die in ihrer direkten Umgebung – einen Bezugsnachweis gibt es auf der Webseite des Herstellers (www.paradiesapfelsaft.de) – keinen Laden finden, der diese “besten” Paradiesapfelsäfte bereits im Sortiment führt: bei einer Mindestabnahmemenge von 12 kleinen Flaschen (a 250 ml)- gemischt werden kann dabei erfreulicherweise ganz nach eigenen Wünschen: quer durch das Sortiment – stellt der Onlineshop der Münchner sicher eine Alternative dar. Auf den Liter gerechnet liegt der Grundpreis – wenn man die Preisgestaltung der Konkurrenz betrachtet: keiner davon bietet hierzulande übrigens einen so hohen Paradiesfrucht-Anteil bei Granatapfelmischsäften – bei vergleichsweise moderaten 7,96 Euro pro Liter.
