
Mit zwei neuen Fruchtjoghurtmischungen läutet die älteste Bio-Molkerei in Deutschland, Söbbeke, vor wenigen Tagen auf der Nürnberger Biofach-Messe schon mal den Frühling ein. Konkret mit den betont mild daherkommenden Genüssen namens Pfirsich-Melba und Rose-Aprikose. Beide ganz im Sinne der Unternehmens-Philosophie: “Wo Frucht drauf steht, ist auch Frucht drin!”. Seit 2005 produziert das Unternehmen, welches inzwischen mehrheitlich dem französischen Käse-Konzern Bongrain gehört, auch gänzlich ohne zusätzliche Aromen, Aromastoffe oder Konservierungsmittel.
Die Geschmacksrichtung Pfirsich-Melba – der Name kommt übrigens von August Escoffier, er gilt als Schöpfer der Grande Cuisine, als er zu Ehren der Sopranistin Nellie Melba 1882 ein Dessert kreierte: den geschälten, in Zuckerwasser gedünsteten Pfirsich setzte er auf Vanilleeis, überzog ihn mit Himbeermus und richtete das Ganze mit frischer Schlagsahne an – ist mit das Leckerste, was wir die vergangenen Jahre an industriellem Joghurt verkosten konnten. Und sie ist gar sehr nah an den überdurchschnittlichen Vertretern topfrisch selbstgemachter Ware, da die Kombination aus Pfirsich (5 %) und Himbeer (3 %, jeweils ausgehend von einem 500 ml Glas, abgerundet u.a. mit Rohrohrzucker, Nährwert 13,5 g auf 100 g gerechnet) mit seinen mindestens 3,8 % Fett im Milchanteil vortrefflich cremig gerührt, und mit echten Pfirsichstückchen daherkommt. Als färbendes Lebensmittel wirkt übrigens zuvörderst Rote Beetesaftkonzentrat.
Ebenfalls eine runde Sache: Rose-Aprikose – die gänzlich neue Sorte mit dominierendem Rosenduft und -geschmack. Man fühlt sich fast in den Orient versetzt, wenngleich sich 0,6 % für das Rosenblütenmus und 0,1 % beim Rosenwasser (beide Werte wieder ausgehend von einem 500 ml Glas) nominell nach einem sehr geringen 1001-Nacht-Anteil anhören. Der Aprikosenanteil wird hier von Söbbeke mit 2,5 % ausgewiesen. Erfreulicherweise genug um – wie bei Pfirsich-Melba wieder mit mindestens 3,8% Fett im Milchanteil zusammengerührter Joghurt – feinste Fruchtstückchen zu erleben. Zu Entdecken gibt es beide Produkte aus kontrolliert ökologischem Landbau in Bio-Märkten für den Preis um jeweils zwei Euro.
