Ihre Trüffelschweine im fränkischen Einheitsbrei

Naschen ohne schlechtes Gewissen

FunPopsDas Problem kennt jeder: was gut schmeckt, macht in den meisten Fällen über kurz oder lang tendenziell dick. Besonders bei Snacks – viel Fett, viel Zucker. Und so hat die Marke Lorenz vor kurzem eine Produktreihe auf den Markt gebracht die hier Einhalt gebieten will und trotzdem ein großes Geschmackserlebnis verspricht.

FunPop’s gibt es zunächst in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen – mit Paprika, mit Salz&Pfeffer oder mit Sour Cream&Onion. DIe Kundenansprache der mit spezieller Airpop-Technologie – mit Hitze und Druck gepoppt statt frittiert – entstandenen Snacks ist dabei gezielt auf Frauen fokussiert, als ob man sich scheue, mit Kichererbsen aufgepeppte Kartoffeln auch an den Mann zu bringen. Dabei sind zumindest wir überzeugt, dass dieses Heranschmeißen an die weibliche Zielgruppe (“erste Snack-Innovation für Frauen”) letztlich bei vielen Vertretern beider Geschlechter ziemlich aufgesetzt wirkt und es ohnedies auch zahllose Männer gibt, die “freiwillig”, also ohne Zähneknirschen Snacks mit weniger Kalorien essen würden, vorausgesetzt natürlich, dass diese lecker schmecken.

Alle Sorten bestehen aus 30% Kichererbsen und 13 % Kartoffelflocken, der Rest machen Reismehl, Sonnenblumenöl (wobei eben nicht frittiert wird), Kartoffelstärke, Tapiokastärke und je nach Geschmacksrichtung noch einige variierende Zutaten. Der Konsistenz der Chips ist jeweils angenehm fest, die Pop’s wirken sofort knuspriger und dicker als normale Kartoffelchips und trotzdem gleichzeitig ziemlich luftig. Für Menschen die regelmäßig und gern klassische Chipse konsumieren, werden die ersten zwei, drei Fun-Stückchen in jedem Fall gewöhnungsbeürftig sein, wenn man ihnen vorher eintriggert es hier nur mit einer neuen Chipsvariante zu tun zu haben. Wer von unseren Testrundenteilnehmern indes einfach in Erwartung “irgendeines” neuartigen Snacks zugriff hatte indes keinerlei Probleme direkt Zugang zu finden. Aber auch bei den Frittiert-Anbetern war wenn sie denn erst die für sie passende Sorte zwischen die Kiemen bekamen durchweg Wohlwollen zu ernten. Kurzum: der Kichererbsen-Geschmack ist etwas gewöhnungsbedürftig aber definitiv kein Ausschlusskriterium.

Kommen wir zu den Gewürzen und den Nährwerten und der obligaten Frage des Geschmacks: die Packung, die bei unseren Testessern im Handumdrehen leer war, war die mit Salz&Pfeffer – eine wirklich absolut gelungene Kombination für dieses Produktlinie, wenngleich mancher westeuropäische Gaumen schlimmstenfalls etwas von “etwas zu scharf” quengeln könnte. Der Fettgehalt im Vergleich mit “herkömmlichen” Kartoffelchips (als Referenz haben wir Naturals – ebenfalls aus dem Hause Lorenz Snacks’ – genommen) wirkt hier  mit 13 g auf 100 g statt 32 g tatsächlich wie ein Quantensprung. Aber dafür schlummern bei allen FunPop’s mehr Kohlehydrate – 60-66g statt 52-53 g bei der entsprechenden Naturals-Sorte. Erfreulich hingegen: der sogar messbar geringe Zuckergehalt (1,1 g statt 1,9 g) bei der Salz-/Pfeffer-Kombi – denn was nützt weniger Fett, wenn im Gegenzug der Zuckergehalt vielleicht gar größer wird, was denn aber bei den FunPop’s mit Paprikageschmack leider der Fall ist. Abgesehen davon, dass letztgenannte Kombination unseres Erachtens in der Pop’s Variante mit sonstigen Paprika-Margen anderer Lorenz-Linien geschmacklich nicht ansatzweise mithalten kann, liegen die Zuckerwerte mit 3,7 g deutlich über die in Fett fritierten Naturals mit gleicher Geschmacksrichtung (2,3 g). Es nützt Figurbetonten aber letztlich wenig, wenn sie einerseits weniger Fett konsumieren, andererseits aber mehr Zucker aufnehmen – vielleicht aufgrund der Blendung gar “guten Gewissens” mehr konsumieren als von den fetten Chipsen. Wobei Snacks natürlich immer in geweisser Weise eine kleine Gesundheitssünde sind.

Abschließend noch “ein Wort” zu jener FunPop’s-Sorte die es aktuell nicht als Naturals gibt: Die dritte Kombination mit Sour Cream&Onion ist der Einschätzung unserer siebenköpfigen Testerrunde nach eine wo die Geschmäcker diametral auseinandergehen.



1 thought on “Naschen ohne schlechtes Gewissen”

  • Sehr lecker auf jeden Fall wenn auch etwas teuer. Von frittierten Sachen krieg ich ab etwas mehr als einer halben Tüte nur Bauchschmerzen und wenn man frittiertes beim Zocken isst, dann hat man den nervigen aber feinen Nebeneffekt, das die PC-Tastatur/PC-Maus fettig wird und man in diesem Moment 0 Reaktionsgeschwindigkeit hat. Hier ist sehr wenig Fett drin deshalb ist das hierbei nicht so stark. Ich finde Pfeffer und Salz bis jetzt am besten. Sour Cream hab ich noch nicht probiert und Paprika schmeckt mir ein bisschen zu milchig (wegen dem Milcharoma). Auf jedenfall ein Snack der zukunftsfähig sein sollte. Übrigens ist das der ERSTE Snack der ohne Glutamate auskommt und trotzdem extrem süchtig machen kann. Ich esse momentan ca 1-3 Tüten am Tag 😀

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