Ihre Trüffelschweine im fränkischen Einheitsbrei

Leidenschaft und Liebe zum Kino wird geehrt

Die Deutsche Filmakademie gibt bekannt, dass der Autor, Regisseur und Produzent Volker Schlöndorff am 12. Mai bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises mit dem Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet wird.

„Volker ist ein Meister seines Fachs und hat das deutsche und internationale Kino auf eine Art und Weise geprägt, die seinesgleichen sucht. Ich freue mich von ganzem Herzen, dass wir mit dem Ehrenpreis einen wunderbaren Menschen und Macher würdigen, der sich seit sechs Jahrzehnten mit größter Hingabe, mit Leidenschaft und Liebe dem Kino widmet. Dabei hat er sich auch immer mit ausgeprägtem politischem Bewusstsein komplizierten, gesellschaftskritischen Themen gestellt“, begründet Alexandra Maria Lara, Präsidentin der Deutschen Filmakademie, die Entscheidung der Ehrenpreisjury.

Volker Schlöndorff gestalte die Geschichte des deutschen Films seit fast sechzig Jahren maßgeblich mit und zähle zu den wenigen heute noch Aktiven des Neuen Deutschen Films mit internationalem Erfolg. Nach dem Schulabschluss zog der 1939 geborene Schlöndorff nach Paris und entdeckte dort seine Leidenschaft für den Film, arbeitete als Volontär und Assistent bei Louis Malle, Jean-Pierre Melville und Alain Resnais. 1965 drehte er sein Regiedebüt “Der junge Törless” (1966). Der Durchbruch gelang ihm 1975 mit der Adaption der Heinrich-Böll-Erzählung “Die verlorene Ehre der Katharina Blum”, den er gemeinsam mit Margarethe von Trotta inszenierte. Mit der Verfilmung von Günter Grass‘ gleichnamigen Roman “Die Blechtrommel” (1979) gelang es Schlöndorff schließlich, international auf sich aufmerksam zu machen: Er wurde mit der Goldenen Palme in Cannes, dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film und dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet. Große internationale Produktionen folgten, darunter die Adaption von Arthur Millers Drama “Tod eines Handlungsreisenden” (1985) mit Dustin Hoffman und John Malkovich oder die Verfilmung von Max Frischs gleichnamigem Roman “Homo Faber” (1991). Zu seinem umfassenden Werk zählen Produktionen wie das RAF-Drama “Die Stille nach dem Schuss” (2000), “Der neunte Tag” (2004), “Rückkehr nach Montauk” (2017) oder zuletzt der Dokumentarfilm “Der Waldmacher” (2021).

Zu den Preisträgern, die von der Deutschen Filmakademie bisher mit dem Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den Deutschen Film ausgezeichnet wurden, zählen Jürgen Jürges (2022), Senta Berger (2021), Edgar Reitz (2020), Margarethe von Trotta (2019), Hark Bohm (2018), Monika Schindler (2017), Regina Ziegler (2016), Barbara Baum (2015), Helmut Dietl (2014), Werner Herzog (2013), Michael Ballhaus (2012), Wolfgang Kohlhaase (2011), Bernd Eichinger (2010), Vicco von Bülow (2009), Alexander Kluge (2008), Armin Müller-Stahl (2007) und Erna Baumbauer (2006).

Die Wahl des Ehrenpreises erfolge durch eine Auswahlkommission, die der Vorstand aus den Mitgliedern, den Fördermitgliedern und dem Freundeskreis der Deutschen Filmakademie bestimmt. Der diesjährigen Kommission, unter dem Vorsitz der Akademie-Präsidentin Alexandra Maria Lara, gehörten Wolfgang Becker (Mitglied/Regisseur), Sherry Hormann (Mitglied/Regisseurin), Thomas Kufus (Mitglied/Produzent), Matthias Müsse (Mitglied/Szenenbildner), An Dorthe Braker (Mitglied/Casting), Kalle Friz (Fördermitglied/Produzent & Filmverleiher), Dennenesch Zoudé (Vorstandsmitglied/Schauspielerin), Katja Eichinger (Freundin/Autorin & Journalistin) und Peter Hartwig (Mitglied/Produzent) an.

Der Deutsche Filmpreis wird am 12. Mai verliehen und am gleichen Abend im ZDF ausgestrahlt.



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