Ihre Trüffelschweine im fränkischen Einheitsbrei

Brandneue Musik für den Mai

PR-Info

Haben Sie Lust mehrere spannende CD-Neuerscheinungen abzustauben? Dann sind Sie hier genau richtig! Denn bei kulturkueche.de heißt es wieder GEWINNE, GEWINNE, GEWINNE – konkret wartet in unserer aktuellen Verlosungsrunde Folgendes auf glückliche Gewinner: 1.  das Album eines in Johannesburg Geborenen, der endlich seine Stimme gefunden hat – im wörtlichen und im übertragenen Sinne; 2. eine CD, die das Lächeln der Lieder aus den 1920er Jahren – hinübergeweht in unsere Zeit präsentiert; 3. die neue Veröffentlichung der Band aus Nijmegen; 4. Musik, die auch ein Weckruf zur Überwindung aller anhaltenden Konflikte sein möchte; 5. Vielschichtiger Indie-Pop ohne großes Drama; und last but not lewast 6. der Kopf einer Post-Punk- und Dark-Wave-Band auf Solo-Pfaden.

Alles was Sie tun müssen um kostenfrei an wenigstens einen dieser lohnenswerten Kulturleckerbissen zu kommen: Uns bis zum 11.05.2023 – 23.59 Uhr per mail mit dem Betreff “geheim” an trueffel@kulturkueche.de verraten, ob Sie bereits bei unserer Votingaktion FÜR DIE INTERESSANTESTEN NEWCOMERINNEN im Musikbiz’ aus dem deutschsprachigen Raum teilgenommen haben, und wenn nicht, warum? Falls ja, bitte mit dem Hinweis wie Sie die Auswahl als Ganzes fanden. Diese “Info” neben Eurer Postadresse und schon seid ihr im Lostopf. Wie bei allen schönen Spielen bzw. Preisausschreiben gilt auch bei uns, dass der berühmt-berüchtigte Rechtsweg ausgeschlossen ist. Erwähnen Sie zudem gerne in Ihrer Einsendung, welches der Gewinnspielthemen Sie ganz besonders begeistert. Werden Sie von unserem Glückself^^ gezogen, versuchen wir dies besonders zu berücksichtigen solange der Vorrat an den unten genannten Preisen reicht.

 

Von  den wichtigsten Wendepunkten im Leben

“I never considered myself a singer before now”, sagt Skinny Pelembe in seinem weichen South Yorkshire-Dialekt. Wenn er sein 2019 erschienenes Debütalbum “Dreaming Is Dead Now” aus einer komfortablen Entfernung betrachtet, sieht die nicht zuletzt von Iggy Pop und Grace Jones geadelte One-Man-Band den verrätselt-düsteren Sound des Albums als eine Art akustische “Tintenfischtinte”, die einen Mangel an stimmlichem Selbstvertrauen kaschieren und den Mann hinter der Musik verschleiern soll. Auf dem nun erscheinenden Nachfolgealbum macht er keine solchen Zugeständnisse mehr.

Ja, man kann es so sagen: Der in Johannesburg geborene und in Doncaster aufgewachsene Künstler hat mit “Hardly The Same Snake” endlich seine Stimme gefunden – im wörtlichen und im übertragenen Sinne. Praktisch bedeutet dies, dass er den Mut gefunden hat, seinen rauen Bariton in den Vordergrund zu stellen. 

Entschlossen, kein Bandalbum aufzunehmen, aber auch nicht zu “button push-y” zu klingen, erfand Skinny seine Songs neu, indem er es letztlich zweimal aufnahm, die ursprünglich live aufgenommenen Instrumente sampelte und neu zusammensetzte, einschließlich der zerhackt-komplexen Beats, die der brillante Malcolm Catto (The Heliocentrics) beigesteuert hatte.

Ein mühsamer Prozess, aber ein lohnender, an dessen Ende ein Album stand, das seinen verheißungsvollen Vorgänger hinter sich lässt und die kreative Entwicklung von Skinny als Häutung schon im Titel widerspiegelt; eine trotzig nach außen blickende Platte, die sich mit Familie, Religion und den wichtigsten Wendepunkten im Leben – von der Elternschaft bis zum Tod – auseinandersetzt und deren Entstehungsprozess noch vor der Pandemie begann und bis ins Frühjahr 2021 andauerte. Der Sound ist weitreichend und farbenfroh, herrlich genre-skeptisch und umarmt mindestens alles zwischen HipHop, Jungle- inspirierten Rhythmen, Pianos im Saloon-Stil, Indie-Rock, Afrobeat-und 8-Bit-Riffs.

 

Groove und frische Klangfarben von Jazz Guitar, Fender Rhodes Piano, Bass und Drums.

Und mittendrin ein fast vergessenes Instrument: Das 100 Jahre alte C-Melody-Saxophon: The Roaring Twenties. Blütezeit von Kunst, Kultur, Wissenschaft und sozialem Leben. Radio, Shows, Parties, Filme und die ersten Millionenhits der Musikgeschichte. Der Jazz ist den Mississippi hinaufgezogen und erobert nun mit energetischen Rhythmen und fröhlichen Melodien die Metropolen Amerikas.

Das C-Melody Saxophon zeichnet sich durch einen frivolen Klang aus. Fast zirkushaft, mit einem positiven Timbre. Der Vorteil dieser Saxophon-Variante war, dass viele Amateure, die andere Instrumente in C-Stimmung (Klavier, Flöte, Geige, Orgel …) spielten, nun einfach ihre alten Noten für das in Mode gekommene Saxophon verwenden konnten. Und Noten waren damals teuer…

Mulo Francel ist einer der wenigen Saxophonisten, die heute noch dieses Instrument meisterlich spielen: Er kaufte sein 1923 von der amerikanischen Firma Conn gebautes silbernes C-Melody für 125 Dollar auf einem New Yorker Flohmarkt. Es war von Anfang an auf fast jedem Quadro Nuevo Album mit dabei und besang bereits 1997 bei den ersten Aufnahmen der Band den Luna Rossa.

Bei der erfolgreichen Jazz-Produktion BIX übernahm Mulo Francel die Rolle des einstigen C-Melody-Helden Frankie Trumbauers (1901-1956), der mit seinem Saxophon jahrelang den idealen Ergänzungspart zum legendären Kornettisten Bix Beiderbecke (1903-1931) bildete.

Francel selbst erklärt sein neuestes Album so: „Mit Songs aus dessen Blütezeit will ich meinem extravaganten Instrument zum 100. Geburtstag einen musikalischen Gedenkstein setzen. Und ganz persönlich erinnere ich mich dabei auch an meine Urgroßeltern, die im Jahre 1923 aus dem beschaulichen Oberbayern nach New York auswanderten.“

 

Über den Zustand der Welt

Druckvoller Punkrock gepaart mit sozialem Engagement, dafür stehen Antillectual. “Together” nun ist das sechste Album dieser ComboAntillectual in voller Länge. Wie immer mit einer starken, engagierten Botschaft, Songs voller Dringlichkeit und Energie, die sich schon nach dem ersten Hören im Kopf festsetzen. Das Album könnte als ihr “Greatest Hits”-Album bezeichnet werden, denn es ist ihr “letzte Singles”-Album. Es vereint vier zuvor digital veröffentlichte Singles, die zum ersten Mal physisch veröffentlicht werden. Dazu gesellen sich sechs brandneue Stücke.

Die Musik kann als melodisch, philosophisch und eindringlich bezeichnet werden. Beeinflusst von 90er-Jahre Skate-Punk, Emo der 00er Jahre und Orgcore der 10er Jahre. Und eine Mischung aus der DIY-Politik von Crass, der Authentizität von Hüsker Dü und der Gitarrenakrobatik von Van Halen.

Antillectual ist eine hart arbeitende Band: Sie haben über 1.000 Shows in ganz Nord- und Lateinamerika, Japan, Russland, der Türkei und Europa gespielt und dabei über 20.000 physische Alben verkauft. Sie teilten Bühnen und Busse mit Rise Against, Pussy Riot, The Gaslight Anthem, Propagandhi und vielen anderen. Sie spielten auf Festivals wie The Fest Gainesville, PunkRockHoliday, Brakrock und Jera On Air.

Zusammenarbeit im Studio mit Chris Hannah (Propagandhi), Nathan Gray (Boysetsfire) und Thomas Barnett (Strike Anywhere) und Veröffentlichung einer Split 7″ mit Anti-Flag. Nach der Veröffentlichung werden sie sich wieder in ihren Van setzen, um das Album weltweit zu promoten. Im Mai u.a. beim LIMEWOOD FESTIVAL in Limburg-Lindenholzhausen.

 

Stigma – die junge Band mit erfahrenen Musikern aus dem Nürnberger Raum

Die aktuelle Veröffentlichung “First Call” ist die zweite Studioalbum der Band Stigma. Die fünf rockigen Songs in englischer Sprache erzählen musikalisch und textlich eine eigene Geschichte. Angefangen von dem Spannungsverhältnis zwischen zwei Menschen in “Obsession” über den Schmerz und Verlust in der Halbballade “Fallen Angel” bis hin zu den Eroberungen mit ihren tragischen Begleiterscheinungen in “Spanish Pride”.

Der Promo Track “Arabian Nights” ist eine kritische Hommage an die arabische Welt und ein Weckruf zur Überwindung aller anhaltenden Konflikte. Die Schönheit dieser Region und die Stärke ihrer Menschen sind nicht nur seit Hunderten von Jahren, sondern auch aktuell die treibende Kraft für Entwicklung. Dies kommt auch in den Liedtexten zum Ausdruck: “Arabian Night – with all your might – Arabian Night – shine bright!”

Gegründet im Jahr 2021 von Gerald und Markus, die bereits in verschiedenen anderen Projekten und Bands zusammen gespielt hatten, beginnt Stigma mit der Arbeit an eigenen Songs. Beide Musiker sind seit ihren Jugendjahren begeistert von den Klassikern wie AC/DC, Metallica und Manowar, aber auch von Depeche Mode und den -aktuelleren- Sabaton. Geprägt und beeinflusst von diesen musikalischen Helden nimmt das Stigma-Programm Gestalt an.
Auf der Suche nach Mitstreitern trifft man mit diversen Musikern aus der Großraumregion Nürnberg/Fürth/Erlangen zusammen. Während sich das Line-Up der Band formierte, entstanden aus den Songideen konkrete Musikstücke, die im Proberaum verfeinert und intensiv geübt wurden.

Bassist René, ein erfahrener Live- und Studiomusiker und Rock-DJ, stieß im Anfang 2022 dazu und übernahm den Tieftöner-Posten von Gerald, der sich seitdem ausschließlich auf das Singen verlegt hat. Im Mai 2022 fand man mit Stefan einen Drummer, der dann auch kurz darauf vier neue Songs im Studio einspielte. Der zweite Gitarrist David ist 2023 zur Band gekommen und bereits mit einigen Parts auf dem aktuellen Album zu hören.

 

Vom Kampf, immer wieder aufzustehen und weiterzumachen 

Melancholischer Gitarrenpop schreibt der Rolling Stone, Yachtpop die Stadtrevue Köln…

Was in jedem Fall außer Frage steht: Die Kölner Band hausderjugend setzt bei ihrem nunmehr dritten Album „Jockey“ bewusst auf Mehrstimmigkeit und Vielschichtigkeit.

Nach „Für immer Jetlag“ (2015) und „Wenden in drei Zügen“ (2017) – beide Alben wurden übrigens von Ekki Maas (Ekimas), dem Bassisten und Produzenten der Band Erdmöbel produziert  – ist „Jockey“ das erste Album in der seit 2019 neuen Bandbesetzung.

Im Corona-Stillstand arrangieren die fünf Musiker Song um Song, haben viel Zeit zu experimentieren, etwa mit neuen Instrumenten und mit überraschenden Rhythmen. Es ist eine Freude einzutauchen in diese elf fein arrangierten Tracks.

Die Lieder besingen die einfachen Dinge: den Weg zur Arbeit, Erinnerungen aus der Kindheit, Gedanken übers Älterwerden, aber auch den Kampf, immer wieder aufzustehen und weiterzumachen – oft rätselhaft, doch immer berührend.

Dabei geht es nicht ums große Drama. Es sind die kleinen Begegnungen des Alltags, in denen ein Gefühl von Gemeinschaft aufblitzt. „Jockey“ ist ein Versuch, die Welt zu verstehen, trotz aller Zweifel – ein Werk, das hoffen lässt.

Die bei Timezone erschienene Veröffentlichung ist sowohl als CD oder Vinyl erhältlich.

 

Solo-Debut von Andreas Buchwald – dem musikalischen Kopf der Post-Punk-Band “Remain in Silence”

“Escape from what Life is” ist ein facettenreiches, dunkel schillerndes Album von außergewöhnlicher Intensität und nahezu visueller Kraft. Cinematic Post-Wave – so könnte man diesen Musikstil wohl am zutreffendsten bezeichnen.

Der Opener WHAT COLOUR HAS YOUR PAIN? verweist musikalisch auf elektronische New-Wave-Traditionen stellt die Weichen für eine Fahrt durch die Dämmerung. Das hypnotische RITUALS mit seinen an Voodoo-Klänge erinnernden Rhythmen zieht den Hörer weiter in die dunklen Tiefen des Albums, das in mit überraschenden und dramatisch inszenierten Wendungen aufwartet. Die bedrohlich wirkende Ruhe von DARK CLOUDS mündet in einem ethno-perkussiven Climax. Während das minimal-elektronisch beginnende NIGHTBIRD eine Spannung aufbaut, die sich am Ende orchestral kathartisch entlädt.

Das Instrumental CORRIDOR mündet in das beklemmende ARTIFACTS. Über einem herzrasend schnellen Rhythmus schwebt eine geisterhafte Melodie und bildet den Soundtrack zu einer Selbsterkenntnis, in dem alle Gewissheiten zu schwinden scheinen und der Abgrund nur einen Schritt entfernt zu sein scheint, performt von einem ungewöhnlichen Gastsprecher: „Big G“ Perrineau von der britischen Disco-Band Eruption. Aus dem dröhnenden Rhythmus rostiger Maschinen entwickelt sich das stoisch groovende SLOW POISON. Verhaltene Pianoklänge im sparsam instrumentierten NEVERLAND begleiten die den schwermütige Gesangsmelodie, die sich nachhaltig im Ohr festsetzt. Das melancholische und gleichzeitig vorantreibende Titelstück mit seiner sehnsüchtigen Banjo-Hookline schließt den Zyklus im Geiste des Albums in all seiner Magie und Schönheit ab.

Die insgesamt neun Tracks sind Stationen einer Reise durch die Dämmerung, bei der ungewiss ist, ob sie in den Tag oder in die Nacht übergeht. Sie spiegeln eine Phase einschneidender persönlicher Erfahrungen im Leben von Buchwald wider. Sie handeln von Vergänglichkeit, Verlust, Aufbruch und der Kraft der Imagination.

 



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