Ihre Trüffelschweine im fränkischen Einheitsbrei

Von Mate, Mango und einem weißen Affen

schluerfel-riekeAusgeprägte Teetrinkkultur ist nicht mit der Hektik des Alltags zu vereinbaren. Das etwa 5000 Jahre alte Getränk sollte man gemütlich genießen. Daher passt auch der Name “Schlürf” einer Berliner Firma gut, die ihre inzwischen mehr als ein Dutzend verschiedener (ausschließlich) Bio-Teesorten wie unterschiedliche Persönlichkeiten behandelt, indem sie ihnen Namen wie Hauke, Fritjof, Ole, Rasmus oder Greete gibt. Die entsprechenden Teemischungen sind dann entweder lose oder in hochwertigen Stoffbeuteln in Kartönchen verpackt – in jedem Fall unterschiedlich farblich definiert.

Entdeckt haben wir die “Schlürfel” (die kleinen Portionswürfel) auf den Onlineshopseiten der primär Unternehmer ansprechenden if-bi.com und gleich die drei neusten Sorten ins Auge gefasst: In “Grüntee Rieke” wird Sencha-Tee aus China verarbeitet. Die in seiner ursprünglich japanischen Heimat auch heute populärste Grünteesorte, die mittlerweile auch in anderen Ländern, wie eben China oder Indien angebaut wird, vereinigt Experten zufolge die zahlreichen positiven Eigenschaften der Teepflanze – die gesundheitliche Vorbeugung, Nährstoffversorgung oder die Unterstützung bei zahlreichen Krankheiten – am stärksten und am ausgewogensten. In “Rieke” werden diesem Tee, der auch in dieser Form einen äußerst angenehmen, leicht süßlichen Grasgeschmack hat, Rosen-, Sonnenblumen- und Kornblumenblüten beigemengt sowie natürliche Aromen von Mango und Bergamotte.

“Kräutertee Toralf” indes basiert auf Mate – den südamerikanischen Strauchblättern aus der Gattung der Stechpalmen -, auf dem mit kräftigen Geschmack überzeugenden Pu-Erh-Tee sowie chinesischem Grüntee, dazu Lemongras. Natürliche Aromen von Grapefruit und Zitrone runden das Ganze angenehm ab. “Uwe” schließlich kommt ganz ohne “richtigen” Tee aus: Es ist ein kräftig mit Gewürzen und Aromen von Zimt, Ingwer, Kardamon, Pfeffer und Nelken aufgepeppter Rotbuschtee. Unseres Erachtens in dieser Kombination ein sehr schmackhaftes Getränk für kalte abendliche Stunden.

Für alle, die unverständlicherweise keine so großen Teefans sind: ifbi vertreibt auf seiner Webseite übrigens unter anderem auch Trinkschokoladen von Blömboom mit einem lustigen Affen im Logo. Auch hier werden nachhaltige Stoffe verbraucht, Produkte ohne Zugabe von künstlichen Aromen angepriesen. Wir haben “White Cacao”-Pulver (1 Metalldose a 200 g für knapp zehn Euro) und “White Choc Drops” (1 Box a 250 g für etwas über sieben Euro) ausprobiert. In heißer Milch aufgelöst, sind beide Sorten ein Genuss, wenngleich wir bei der Verpackungskonstruktion des zweiten genannten Produkts einen Abzug in der B-Note geben. Irgendwie ist das Wiederverschließen hier ein klein wenig zu friemelig, was aber Geruch und Geschmack und Lösverhalten keinerlei Abbruch taten.



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