Ihre Trüffelschweine im fränkischen Einheitsbrei

Sozialkritik zwischen Hexensabbat und einer Mähroboterin

Haben Sie Lust mehrere spannende CD-Neuerscheinungen abzustauben? Dann sind Sie hier genau richtig! Denn bei kulturkueche.de heißt es wieder GEWINNE, GEWINNE, GEWINNE – konkret wartet in unserer aktuellen Verlosungsrunde Folgendes auf glückliche Gewinner: 1. Lieder eines ruhelosen Amerikas, der Unzufriedenheit, der Besinnung, der Hoffnung; 2. Songtexte, die unter anderem in nächtliche Ozeanszenerien entführen; 3. Neues aus der Unter-meinem-Bett-Family; 4. ein weiteres Album von Deutschlands angesagtesten Flamenco-Gitarristen; 5. eine Frau, die das Feiern der guten Zeiten, trotz – oder gerade wegen – eines verwundeten Herzens besingt; und last but not least 6. Zwillingsschwestern, die durch Harmonie und Technik überzeugen.

Alles was Sie tun müssen um kostenfrei an wenigstens einen dieser lohnenswerten Kulturleckerbissen zu kommen: Uns bis zum 20.05.2023 – 23.59 Uhr per mail mit dem Betreff “mim” an trueffel@kulturkueche.de verraten, ob Sie im Musikbiz’ aus dem deutschsprachigen Raum einen männlichen Künstler kennen und toll finden, der noch nicht allzulange mit seiner heutigen Kunst am Start ist und nicht bereits übermäßig bekannt ist – also einen regelrechten Geheimtipp empfehlen möchten, ehe ihn jeder kennt. Diese “Info” neben Eurer Postadresse und schon seid ihr im Lostopf. Wie bei allen schönen Spielen bzw. Preisausschreiben gilt auch bei uns, dass der berühmt-berüchtigte Rechtsweg ausgeschlossen ist. Erwähnen Sie zudem gerne in Ihrer Einsendung, welches der Gewinnspielthemen Sie ganz besonders begeistert. Werden Sie von unserem Glückself^^ gezogen, versuchen wir dies besonders zu berücksichtigen solange der Vorrat an den unten genannten Preisen reicht.

 

Hazmat Modine – Besinnung auf ihre Roots

Hazmat Modine gibt es schon seit langem. Als erfahrene Geschichtenerzähler und musikalische Virtuosen kehren sie diesen Sommer mit ihrem neuen Album “Bonfire” nach Europa zurück.

Dieses wurde im New Yorker Stadtbezirk Queens aufgenommen – ein Ort, an dem mehr Sprachen gesprochen werden als irgendwo sonst auf der Welt, und ein passender Ort für dieses Ensemble, das einen unkonventionellen Mix aus amerikanischen Musik- und Textstilen spielt. Die Hazmats fanden sich mit neuem Elan und Engagement für die amerikanische Gothic-Roots-Musik wieder, aus der sie vor Jahren hervorgegangen waren. Neue Songs wie “Garden of Grievance” und “Too Fat to Fly” sind scharfe Sozialkritiken, die sich in musikalischen Stilen von 70er-Jahre-Folk-Blues bis Rocksteady bewegen. Andere Songs wie “Paulina” und “Late at Night” sind bewegende Country-Geschichten, die sich mit den Komplikationen intimer Beziehungen auseinandersetzen.

Die Band ist nach wie vor eine üppige Mischung aus Gesang, Gitarren, Mundharmonika, Schlagzeug, Percussion, Tuba, Saxophon, Trompete und Posaune. Der jüngste Neuzugang, der auf “Bonfire” mitspielt und auch live mit der Band auftritt, ist die junge Geigenvirtuosin Daisy Castro, ein heller Stern mit erstaunlicher Musikalität. Und ihre hohen Harmonien verleihen den dichten Gesangsarrangements, die die meisten der neuen Songs zieren, einen besonderen Glanz. Als Gast wirkt der Ballafon Virtuose Balla Kouyate bei diversen Stücken der CD mit.

Die Band wird in den kommenden Wochen für gleich mehrere Konzerte auch in Deutschland unterwegs sein – darunter gar gleich zwei Mal in Franken: 16.5. Rottweil Jazzfestival +++ 17.5. Ulm Roxy +++ 19.5. Eichenzell +++ 25.5. Lutterbeck +++ 26.5. Tübingen +++ 27.5. Baden Baden +++ 28.5. Koblenz +++ 30.5. Marburg +++ 31.5. Wissen +++ 2.6. Saarburg +++ 3.6. Mannheim +++ 4.6. Mainz +++ 6.6. Aschaffenburg Colos Saal +++
8.6. Schwäbisch Hall +++ 9.6. Erlangen E-Werk +++ 10.6. Mölln +++ 11.6. Berlin +++ 13.6. Bremen +++ 14.6. Düsseldorf

 

Spagat zwischen zerbrechlicher Innerlichkeit und sinfonischer Größe

Vor wenigen Tagen erschien mit “Witchy Activities And The Maple Death” das neue Album der Monika Roscher Bigband. Darauf bleiben sie ihrem eigenen experimentellen Stil treu – “Vielleicht noch mehr Prog-Bigband zwischen Math Jazz und Avant Pop, erweitert durch Elektronik” (Zitat Roscher). Die spannungsgeladenen, bis ins Detail ausgetüftelten Kompositionen der E-Gitarristin Roschers lassen traumweltliche Landschaften erstehen, die mal durch ihre lyrische Schönheit betören, dann wieder in rasender Entfesselung schwindelerregende Abgründe aufzeigen.

Trotzdem bleibt Platz für Freiheit und Spontanität eines Jazz Ensembles. Die Songtexte entführen in nächtliche Ozeanszenerien, erforschen die Grenzbereiche menschlich-technologischer Verflechtung oder lassen an einem kräuterumnebelten Hexensabbat teilnehmen.

Das Ensemble wurde 2011 in München gegründet und sorgte mit seinen eindrucksvollen Live-Auftritten und den Kompositionen der Sängerin und Gitarristin Monika Roscher schnell für Aufsehen und ein begeistertes Medienecho in Presse, Radio und TV. Mit den ersten beiden Alben “Failure in Wonderland” (2012, Enja – Jazz Echo Newcomer des Jahres) und “Of Monsters and Birds” (2016, Enja) spielte die Band auf zahlreichen Jazzfestivals Deutschlands u.a. Jazzfest Berlin, JazzBaltica, Jazzfest Burghausen, in den Philharmonien Hamburgs, Kölns und Münchens und fand sich im Line-Up von Rock-, Elektro- und Kunstfestivals wieder u.a. Zappanale, Fusion Festival, Stroke Art Fair.

Außerhalb Deutschlands gastierte sie u.a. in Salzburg, Prag und Istanbul. Der US-amerikanische DownBeat führte sie in seiner Kritikerbefragung zwei Mal als “Rising Stars”.

Die Band, ein über viele Jahre zusammengewachsenes wildes 18-köpfiges Kollektiv virtuoser IndividualistInnen, zelebriert bei jedem ihrer mitreißenden Konzerte die gegenseitige musikalische Freiheit, Herausforderung und Inspiration.

Und davon gibt es in Deutschland einige zu bestaunen – unter anderem in Nürnberg: 13.05. Mainz +++ 19.05. Dortmund +++ 20.05. Stuttgart +++ 21.05. Karlsruhe +++ 28.05. Idar-Oberstein +++ 29.05. Hannover +++ 14.06. Berlin +++ 15.06. Nürnberg Z-Bau +++  17.06. Ravensburg

 

Eine Ode an geräuschvolle und ferngesteuerte Spielgerätschaften

„Looping“ knüpft in Sachen Augenhöhe, Wortwitz und Qualität nahtlos an das Vorgängeralbum „Bällebad“ an. Deniz & Ove brillieren wieder mit lässigen Texten und erstklassiger Musik und würdigen die Bandbreite kindlicher Themen und Emotionen mit witziger Alltagspoesie.

Da ist zum Beispiel die rührende Ballade „Inge“, in der ein Saugroboter und eine Mähroboterin für die große Liebe kämpfen. Oder das Lied über ein Baumhaus, das als ultimativer Rückzugsort gepriesen wird, und wo nervige Zeitgenossen keinen Zutritt haben. Der Opener „Batterien“, eine Ode an geräuschvolle und ferngesteuerte Spielgerätschaften, die manch genervte Eltern lieber aussortieren würden, strotzt nur so vor guter Laune. In der rockigen Hymne „Neunmalklüger“ wechseln Deniz & Ove vom Duett zum Duell und im mitreißenden „So vermisst“, einer sphärischen Backbeat Nummer, begeben sich die Beiden auf die Suche nach einem entlaufenden Haustier.

Was macht die Songs von Deniz & Ove so anders und lässt sie doch ihren Platz in der Kindermusikwelt einnehmen? Zum einen ist es wohl die Tatsache, dass die beiden Musiker die Welt durch die Augen ihres inneren Kindes beobachten und dabei Dinge sehen, die sonst vielleicht nie im Fokus stehen würden. Zum anderen kleiden sie ihre Beobachtungen genau in die Musik, hinter der sie schon seit Jahren stehen. Sorgfältige Band-Arrangements, die auch abends im Club für erwachsene Fans funktionieren.

Deniz & Ove, das sind Deniz Jaspersen und Ove Thomsen aus Hamburg. Jaspersen spielte viele Jahre in der Indie-Band “Herrenmagazin”, Thomsen war Sänger und Gitarrist der Band OVE. Kennengelernt haben sie sich im Zug auf dem Weg zu einem „Unter meinem Bett“ Konzert, einer Kindermusik-Sampler-Reihe, für die beide bereits unabhängig voneinander Songs komponiert haben.

 

café del mundo & Royal Philharmonic Orchestra – ihr neues Album: Symphonic erscheint bei vision-in-music

Zehntausend Konzertbesucher jährlich, Standing Ovations, Millionen Aufrufe auf Youtube, ein Fankult wie bei Rockstars – Willkommen bei Café del Mundo, Deutschlands erfolgreichstem Gitarren-Export, besser gesagt Flamenco-Gitarristen. Das ist außergewöhnlich, das ist einzigartig, das ist die Essenz von Gitarre und die konsequente Erweiterung eines Instruments, das wir bisher aus der Folklore kennen.

Die Protagonisten Jan Pascal und Alexander Kilian stammen aus dem fränkisch-badisch-hessischen Dreiländereck, das sie liebevoll Alemándalucía nennen. Sie sind grundsätzlich gegensätzlich wie Feuer und Wasser – und ergänzen sich gerade dadurch zu einem Music Act auf Weltniveau. Ihr gemeinsamer Live-Auftritt ist der mitreißende Dialog zweier begnadeter Virtuosen, die sich bald umschmeicheln, bald herausfordern und einander ihr Bestes entlocken – intensiv und explosiv entsteht eine magische Aura, der sich niemand entziehen kann.

Doch die beiden Instrumental-Künstler sind weit mehr als bloße Unterhalter: In ihrer Kunst beziehen sie Haltung, bekennen sich zur puren, originären Musik, setzen ein Statement in einer fluide fluktuierenden Welt. Lassen Sie sich überraschen von der unglaublichen musikalischen Vielfalt zweier Flamenco-Gitarren mit einem Repertoire, das ein feines Band zwischen Klassik und Jazz, Techno und World Music bindet.

Jan und Alex lernen sich im Jahr 2007 bei einem Flamenco-Gitarrenworkshop kennen. Der Funke springt sofort über. Sie komponieren seitdem  gemeinsamen Alben und sind förmlich permanent auf Tournee: Zu Beginn spielen sie noch 40 Konzerte, inzwischen sind es rund 120 Konzerte pro Jahr u.a. in England, Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweiz, Österreich, Tschechien und Polen. Einladungen zu renommierten Musik-Festivals wie das Rheingau- Musikfestival, die Slask days (Polen) oder das JazzOpen Stuttgart gestalten ihre Konzertkarriere.

Als Meilensteine haben sie dabei folgende notiert: Ein Konzert im legendären Ronnie Scott’s Jazzclub London, Einladungen nach Paris, eine Aufnahme in den Abbey Road Studios London. Das Album „Famous Tracks“ (2019) ist nominiert für den Opus Klassik in der Kategorie Klassik ohne Grenzen. Und das topaktuelle Album Symphonic bietet bei Youtube bereits einen ersten Anspieltipp: “Dance of Joy

 

Das brandneue Emily King Album – Digital und auf Vinyl bereits erhältlich – die CD-VÖ erfolgt am 26.05. 

Simple, ästhetische Optik trifft auf astreines Klangerlebnis: COLORS ist ein Studio in Berlin, “das für KünstlerInnen aus der ganzen Welt eine Plattform erschaffen hat, die den Fokus auf eine authentische Interpretation der Musik legt – und ihr eine Farbe zuteilt”. „ALL COLORS, no genres“, so das Motto. Die Idee dahinter ist simpel. Statt Musikvideos, die einen Song zwar unterstützen und ein eigenes Kunstwerk darstellen können, aber auch einen zusätzlichen Reiz für unsere Sinne darstellen, sieht man nur einen Künstler oder eine Band vor einem farbigen Hintergrund, abgestimmt auf Stimmung und Aussehen der Auftretenden – es zählen Mimik, Gestik, Körpersprache und natürlich der Sound.

Nun hat auch die wunderbare Emily King eine COLORS-Session abgeliefert und dort ihre innovative Mischung aus Soul, R&B und futuristischem Pop mit dem Titeltrack ihres neuen Albums “Special Occasion” präsentiert, das in diesen Tagen via ATO Records erscheint (die LP und Streaming / Downloads sind bereits verfügbar, die CD folgt am 26.05.). Unterstützt von einer luftigen und abgespeckten Instrumentierung besingt King mit sanften und liebenswerten Tönen das Feiern der guten Zeiten, trotz – oder gerade wegen – eines verwundeten Herzens.

“As I started writing the lyrics, I focused on all the little things that make life fun”, führt die in New York City geborene und für einen Grammy nominierte Singer-Songwriterin aus. “The song represents a lot of things for me, but mostly it’s about celebrating being alive and finding some joy in your pain.”

“Special Occasion” – Kings erstes Album seit vier Jahren – das die verschiedenen Dimensionen des Herzschmerzes nach einer emotionalen Trennung untersucht, enthält elf dynamische Tracks, darunter auch die bereits veröffentlichten Singles “This Year”, “Medal” und “False Start”.

 

Aufbruch in unendliche Weiten

Die Presse sagt:

Für ein Duo kann man sich kaum etwas Besseres wünschen, als derartiges gegenseitiges Kennen, wie es bei eineiigen Zwillingen vorhanden ist.

Gemeinsam empfundene Impulse gelingen ihnen mit telepathischer Sicherheit.

Zwei charmante junge Damen, die mit ausgesuchter interpretatorischer Reife und höchster technischer Präzision brillieren.

Ein entscheidendes Merkmal ihres Spiels ist das Gefühl der Leichtigkeit auch während der kompliziertesten Passagen.

Das Duo Stoyanova, Keti Bluhm und Boyana Robillard wurden in Plovdiv, Bulgarien geboren. Sie beganne im Alter von 10 Jahren mit dem Gitarrenspiel.

Nach dem Abschluss am Musikgymnasium in Plovdiv, studierten die Zwillingsschwestern klassische Gitarre bei Prof. Bernard Hebb an der “Hochschule für Künste” in Bremen. (auch der Komponist Erich A. Radke und der Produzent Herbert Müller, Cos-Mic Tonstudio Bremen, HM-Audio-Records, studierten an der “HfK” Bremen bei Prof. Bernard Hebb)

Einer ihrer (Duo Stoyanova) weiteren weltberühmten Lehrer war u.a. Oscar Ghiglia – Keti und Boyana sind Preisträger mehrerer Wettbewerbe und werden regelmäßig zu Konzerten, als Jury-Mitglieder bei Wettbewerben und als Dozentinnen von Meisterkursen bei den renommiertesten Gitarrenfestivals weltweit eingeladen. Ihr erstes, von der Presse hoch gelobtes Album “New York Fantasy” erschien im Oktober 2004 bei Acoustic Music.

Und nun der Meilenstein: Ihr aktuelles Album “Sternenhimmel-Suite” bei HM-Audio-Records – zur Einstimmung findet sich bei Youtube der Track “Andromeda Nebel“.



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