Ihre Trüffelschweine im fränkischen Einheitsbrei

Geschenketest: Mini Pizza Stein-Ofen, Lotusgrill und Zoku Slush & Shake Maker

zoku_slush_maker_radbagZoku Slush & Shake Maker – gesehen bei: http://www.radbag.de


Für alle, die auf Milchshakes, Sorbees, halbgefrorene alkoholische Getränke oder Frucht-Smoothies stehen, gibt es neuerdings einen unscheinbaren aber durchaus stylischen Becher, der all das und noch mehr fast im Handumdrehen in den eigenen vier Wänden verspricht: Zoku Slush & Shake Maker besteht aus drei Teilen und bereitet entsprechend vorgekühlt kalte Leckereien tatsächlich mit wenigen Handgriffen in etwa fünf Minuten. Das Werbevideo suggerierte diese Einfachheit bei der Herstellung und Spaß mit dem Resultat, dass wir den etwa 23,- Euro teuren Maker unbedingt ausprobieren wollten.

Das bunte Plastikaußenteil mit seinem praktischem Standfuß verhindert primär, dass man sich Frostbeulen holt. Ins Eisfach selbst kommt nur der darin perfekt versenkbare Innenbecher, der vor “Inbetriebnahme” mindestens sechs Stunden, am besten, vor allem wenn man mehr als nur eine Portion – gut 200 g Menge – haben möchte, länger ins Tiefkühlfach muss. Zu Halbgefrorem, Smoothies etc. pp. lassen sich letztlich ganz viele Dinge verarbeiten. Profan aber nicht unbedingt schlecht ist beispielsweise eine Menge Milch und etwas Kakao. Experimentieren lohnt aber auch mit püriertem Obst, Säften, Kaffee, Likören, Limonaden…

Wie gesagt besonders leicht geht ein Schokomilchshake: Die bereitgestellte mit Kakao vermengte Milch in den Innenbecher aus dem Gefrierfach geben und diesen spätestens jetzt in seine “Außenhaut” packen. Nach etwa vier Minuten Wartezeit sahen wir die ersten Kristalle am Rande des Bechers bilden – ab diesem Zeitpunkt kommt der mitgelieferte Slushlöffel zum Einsatz. Mit ihm sollte nun regelmäßig leicht umgerührt werden, damit sich die angefrorenen Zutaten von der Becherwand lösen, in der Masse verteilen, damit das Gefrieren wirksamer und schneller und gleichmäßiger funktioniert.

tacho-13In etwa neun Minuten war die kalte Köstlichkeit dann endgültig trinkfertig, ab ins Glas – ein Strohhalm zum Konsumieren bietet sich außerdem an. Dann den Becher kurz ausspülen und die nächste Portion rein. Diesmal brauchte es etwas mehr Zeit, aber das Resultat war genauso gut wie beim ersten Mal – spätestens jetzt war aber klar, dass der Innenbecher wirklich besser deutlich mehr als 6 Stunden vorfriert, damit man mehr Portionen zaubern kann. Kurzum: Der Zoku Slush & Shake Maker hat uns ohne Wenn und Aber überzeugt, und den Preis finden wir auch angemessen, wenn man  bedenkt, dass irgendwann wieder warme Tage da sind und kalte Sorbees, Milchshakes oder Frucht-Smoothies dann am besten zur Geltung kommen.

Bestellablauf/Handling: 4/5 – Qualität/Originalität: 4/5 – Preis/Leistung 5/5



lotusgrill_ars_habitandiLotusgrill – gesehen bei: www.ars-habitandi.de

Sie wohnen ohne eigenen Garten und wollen im Park oder am Baggersee grillen gehen, scheuen aber das ganze Hantieren mit gefühlt 5 Kilo Kohle, die ganze Fächerei und Rauchschwaden? Oder es ist Winter und sie wollen trotzdem einen Grillabend mit Freunden auf dem Balkon oder gar in der Wohnung machen? Abhilfe verspricht der Lotusgrill, entwickelt von Harri Pakkanen: in unterschiedlichen Größen zwischen knapp vier und secheinhalb Kilo schwer, wird er in einer praktischen Tasche verstaubar ausgeliefert und lässt sich vom Gewicht abgesehen tatsächlich deutlich einfacher transportieren als die gewohnten Kugelgrills und Artverwandte – nicht nur wegen der fehlenden Standbeine. Aufgestellt und angezündet, ist der Lotusgrill laut Hersteller in wenigen Minuten einsatzbereit. Auch von dieser Eigenwerbung sehr angetan, haben wir ei Leihgerät mit dem Hersteller vereinbart und mussten erst einmal, dass Bestellabläufe und Rücksendungen bei diesem Unternehmen extrem umständlich verlaufen können – um es höflich zu sagen. Und auch lange dauern können: das laut Website ausreichend vorrätig Geräte ließ nach Bestellvereinbarung rund 14 Tage auf sich warten.

Immerhin: Die Handhabung bis zum Auflegen des Grillguts ist extrem einfach. Den Grill, der mit vier AA-Battarien betrieben wird – diese fehlten bei unserer Order obgleich laut Produktbeschreibung standartmäßig dabei – testeten wir in zwei Runden, einmal “open air” an einem durchaus leicht windigen Tag und einmal “Indoor” ganz  mutig auf einem Holztisch. Die Außenhaut des Lotusgrill ist schwarz und bleibt auch bei voller Power weitgehend kühl. Im Inneren gibt es eine leicht einhakbare Schale, die Fett auffängt und die Hitze halten soll. Auf ihrem Boden wiederum wird eine flache Anzündschale gelegt. Darauf gibt man etwa einen Zentimeter breiten Rand Brennpaste. Nun wird der Schalter an der Außenschale betätigt, der auch den Lüfter in Gang bringt – ehe sie fragen: starke Batterien haben wir uns rasch organisiert. Ohne die läuft nämlich wirklich gar nix. Das Gerät beginnt dann zu summen, teils unangenehm laut, je nachdem wie stark der Lüfter gestellt wird. Nun gilt es nur mehr die Brennpaste zu entzünden, den mit rund 250 Gramm Holzkohle gefüllten Behäter draufzusetzen und den Grillrost, der mit vier Metallfüßen in der Grillschale und mit Verriegelungsschallen so fest hält, dass man das Gerät bei Bedarf auch im laufenden Betrieb sicher anmutend umpatzieren kann. In etwa fünf Minuten glühte unsere Kohle – ganz ohne Föhn oder andere Hilfsmittel wie sie wohl jeder Grillmeister parat hat. Es hat zwar nicht gequalmt wie bei einem herkömmlichen Grill, aber ganz ohne Rauch geht es offensichtlich auch beim Lotus nicht, es musste viel gelüftet werden. Außerdem gelangten einige Funken in die Umgebung was den Werbeseiten folgend eher ausgeschlossen werden durfte. Unsere Begeisterung legte sich endgültig, als wir ungebührlich lange darauf warteten, dass zartestes, recht dünn geschnittenes Fleisch oder auch nur Würstchen gar werden.

tacho-04Der Grillrost besitzt in der Mitte, unmittelbar über dem Kohlebehälter, eine runde Platte. Sie war am heißesten, teils wie wir in der zweiten Testrunde feststellen sollten nicht mal so perfekt für Gemüse und Fisch. Irgendwann wurden zwar “sogar” die Fleischstücke gar, aber sie waren nunmehr auch ziemlich trocken. Selbst Nürnberger Würstchen – ja genau diese kleinen, kaum ernst zu nehmenden Gesellen – brauchten extrem lang um essbar zu werden. Ohnedies werden wahre Grillliebhaber den speziellen Kohlegeschmack den das offene Feuer nicht nur in die Luft jagt sondern auch ans Essen selbst abgibt vermissen – obgleich ja Kohle auch hier im Einsatz ist. Einzig: Das Putzen hinterher war vergleichsweise einfach: Die Asche wird feinsäuberlich im Behälter aufgefangen, kaum ein Fettspritzer daneben. Für 249,- Euro wirklich eine glasklare Niete.

Bestellablauf/Handling: 3/5 – Qualität/Originalität: 2/5 – Preis/Leistung 0/5



mini-pizza-stein-ofen-monsterzeugMini Pizza Stein-Ofen – gesehen bei:  http://www.monsterzeug.de

Es gibt Pizzerien, wo der Bäcker für alle Gäste sichtbar luftige Teigfladen mit leckerem Belag mit einer aberwitzig weil viel zu groß anmutenden Schaufel in den heißen Ofen schiebt. Es sieht gut aus, es riecht gut und es schmeckt oft auch entsprechend. Warum also nicht das gleiche zu Hause mit Freunden im XXS-Format nachstellen. Als Alternative zu Raclette- oder Fondueabenden. Was man dafür braucht ist ein etwa fünf Kino schweres und 24 X 33 cm großes Gerät, was praktischerweise auf einen Tisch in der Nähe einer Steckdose plaziert wird. Die Rede ist vom Mini Pizza Stein-Ofen, den die Firma Monsterzeug für knapp 80,- Euro offeriert: Das runde Gerät ist mit ziemlich schwerer Terrakotta-Haube die man wohl besser stets sehr sorgsam behandelt und einem leicht blechern wirkenden Bodenteil ausgestattet, in dem auch die Elektronik schlummert. Mitgeliefert werden vier Mini Pizzaschaufeln und ein Teigausstecher für ca. 11 cm breite Minipizzen. Die Hitze kommt von unten wird aber recht ordentlich durch die Kuppel gehalten, so dass die nach Lust und Laune zu belegenden Teigfladen von allen Seiten schön gebacken werden. Der Rest – aber auch ein sehr wichtiger Teil – ist Handwerk: selbstgemachter richtiger Pizzateig und “selbstgezimmerte” Tomatensoße (man kann sich aber natürlich Arbeit sparen und fertige Produkte kaufen). Der richtige Belag ist ja ohnedies Geschmackssache – aber eben gerade bei diesen Portionsgrößen ideal vieles nacheinander auszuprobieren. Dann ruft man nur noch ein paar Freunde zusammen, oder setzt sich als Familie an einen Tisch: der Essspaß ist auf vier Personen ausgelegt. Sowohl die bereits ausgestochenen Pizzaböden (der Teig sollte nicht zu lang in einem warmen Zimmer stehen bleiben, sonst geht er weiter auf) als auch die Soße und diverse Gemüse-, Schinken-, Salami-Streifen/Scheiben/Stücke und natürlich geriebener Käse werden – im Prinzip wie bei einem Fondue oder Raclette – idealerweise auf Beistelltellerchen oder in Schälchen verteilt, und so kann es losgehen: Teigfladen auf die eigene Schaufel legen, mit Tomatensoße bestreichen, beliebig belegen, Käse drauf und ab in die manch einem anfangs etwas zu klein wirkenden Öffnungen in der Terrakotta-Haube.

tacho-12Das Gerät ist bereits nach etwa zehn Minuten ausreichend aufgeheizt. Die Mini-Pizzen, die die ganze Backzeit auf ihrer Schaufel bleiben und somit bequem herausgeholt werden können, benötigen etwa fünf bis acht Minuten je nach Beleg und Dicke des Bodens. Das Ergebnis ist eine knusprig-saftige Pizza, hoffentlich auch lecker, wenn die Zutaten stimmen. Und wichtig: Der Ofen wird sehr heiß, also beim Backen nicht mit der Terrakotta-Haube spielen, selbst der Griff oben bleibt noch viele Minuten, nachdem der Ofen ausgeschaltet wurde, nichts für empfindlichere Hände. Pflegeleicht ist das Gerät auch: Putzen muss man nur die abnehmbare Blech-Bodenplatte. Nicht ganz billig und nicht ganz so perfekt vom Backergebnis wie bei überdurchschnittlicheren Lokalen – aber dafür viel Spaß durch den Selbstmachfaktor.

Bestellablauf/Handling: 5/5 – Qualität/Originalität: 4/5 – Preis/Leistung 3/5



Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *