Ihre Trüffelschweine im fränkischen Einheitsbrei

Bio-Lebensmittel gefragt wie nie

Verbraucher in Deutschland haben dieses Jahr mehr Bio-Lebensmittel gekauft als je zuvor. Die Umsätze sind voraussichtlich um etwa 10 Prozent gestiegen. Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft “AMI” stellt dazu fest dass die hohe Nachfrage nach Bio-Produkten keineswegs automatisch zu neuer Produktion führe.

Symbolbild – Rechte: nik-cmyk / pixabay

Die meisten Bio-Produkte werden im Lebensmitteleinzelhandel verkauft, bei den Marktanteilen liegen die Discounter knapp vor den Supermärkten. Die Handelsketten haben ihr Sortiment in den vergangenen Jahren erheblich ausgebaut. Eine große Relevanz haben auch die Drogerien. Sie verzeichneten bei ihren Bio-Umsätzen seit 2021 prozentual die stärkste Zunahme. Lediglich etwa jeder zehnte Euro wird in Bioläden ausgegeben. Deutschlandweit steigen die Umsätze in diesem Jahr auf rund 18,7 Milliarden Euro! Das geht aus einer Studie der Dualen Hochschule Baden-Württemberg hervor.

Der Anteil von Bio-Produkten am gesamten Lebensmittelumsatz beträgt laut Studie zum Jahresende aller Voraussicht nach knapp sieben Prozent. Der Sektor wachse deutlich stärker als der Lebensmittelmarkt insgesamt. Bemerkenswert: Verbraucher greifen auch bei Bio inzwischen immer häufiger zu Eigenmarken.

“Die Menschen kaufen die Produkte, weil sie wissen, dass Bio sicher und umweltfreundlich ist”, ist man sich unter anderem beim “Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft” sicher. Und laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft konnten Mehl, Öl und Milchprodukte aus ökologischem Anbau in diesem Jahr am stärksten zulegen.

Doch: Trotz hoher Nachfrage stellen nur wenige Betriebe auf Bio-Landbau um oder bauen ihre Bio-Produktion aus. 2024 wurde nur 1 % zusätzliche Bio-Fläche in die Produktion genommen, für 2025 liegen die Schätzungen in ähnlich niedrigen Bereich. Auch die Milchanlieferung 2025 bleibt nur ungefähr auf dem Vorjahresniveau. Die Ackerfläche ist seit 2020 nur um 16 % größer geworden, die Schweinefleischproduktion um 6 % gewachsen und die Eierproduktion fällt gut 21 % aus. Die Milchanlieferung fällt rund 15 % größer als 2020 aus. Das alles führe zu Engpässen bei vielen Produkten, die hier produziert werden könnten.

 



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