Ihre Trüffelschweine im fränkischen Einheitsbrei

Tee oder Kaffee am Morgen? Geht auch Beides in einem?

Mit ihrer neuen Produktlinie Power-T möchte “Teekanne” diejenigen, die Kaffee als Muntermachermittel betrachten und doch auch dem Teegenuss nicht abgeneigt sind, komplett für sich gewinnen. Nach dem Motto, warum allmorgendlich Bohnen bemühen, wenn Minztee und weitere Sorten explizit mit einem kräftigen Koffeinkick aufwarten…

Das markige Werbeversprechen von “Teekanne”: “Mit geballter Bio-Power nehmen wir’s mit Monstern, Bullen und Bohnen auf!”

Es gibt wohl kaum eine Geschmacksrichtung zum Thema aufgebrühte Pflanzen und Früchte, die eine der ältesten Marken in Deutschland nicht bereits ausprobiert und auf den Markt gebracht hätte: Für Klein und Groß, von exotisch bis klassisch, von abenteuerlich bis gesund. Nun will “Teekanne” mit seiner neuen Produktlinie “Power-T” jene Teetrinker endgültig für sich exklusiv haben, die ab und an oder auch regelmäßig in der Kaffee- und oder Energydrinkwelt fremdgehen, um sich nötigen Schwung zu holen. Das vollmundige Versprechen des Düsseldorfer Unternehmens, das Branchenkennern zufolge jährlich mehr als 7,5 Milliarden Teebeutel herstellt  und aktuell in sieben Ländern mit Produktionsstätten bzw. Niederlassungen vertreten ist: „Wir nehmen’s mit Monstern, Bullen und Bohnen auf!“. Aber neben Kaffee, Red-Bull und Co. könnten mittelfristig auch andere klassische Aufgussgetränke auf der Strecke bleiben, wenn ein mit Koffein aufgeputschter dampfender Beutel in der Tasse lockt.

Seit wenigen Tagen liefern drei völlig neue “Teekanne”-Sorten – Power-T Berry, Power-T Mint und Power-T Orange – tatsächlich eine Extraportion Energie für 2,99 pro Packung in Form von natürlichem Koffein. Diese wird aus Grüntee-Extrakt sowie aus Kaffeebohnen gewonnen. Das Unternehmen wirbt für die neue ProdukT-Linie zudem mit ausgewählten Bio-Zutaten. Die Botschaft ist einfach: trinkt gesunden Tee und versorgt euch nebenher mit der notwendigen Energie, um den Winterblues, das Mittags-Tief oder generell das morgendliche Aufstehen gut zu überstehen. Denn in jeder Tasse (je Beutel) steckt soviel Koffein, wie in einer Tasse Kaffee. Wenig überraschend, aber der Vollständigkeit halber erwähnt: Die Zubereitung eines “Power-T” läuft gleich wie bei gängigen Teebeuteln: mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen und fünf bis acht Minuten ziehen lassen.

Tee als Energiebooster? Tatsächlich ja!

Die koffeinhaltigen “Teekanne”-Getränke sind selbstredend nicht für Kinder und auch nicht für werdende beziehungsweise stillende Mütter geeignet. Denn sie haben wirklich eine erkennbare Hallo-Wach-Wirkung. Die betont fruchtigen Tees sind zwar für jemanden, der bisher gewohnt ist, mittels Kaffee den notwendigen Energieschwung für den Tag zu bekommen, eine große geschmackliche Umstellung. Aber die Wirkung ist tatsächlich fast die gleiche. Und speziell als Morgengetränk braucht die Power-T-Linie den Vergleich mit Energydrinks – selbst wenn man das Zuckerthema ausspart, es gibt ja auch spezielle “Bullen und Monster” für die, die auf Kalorien achten – nicht zu scheuen: mit den immer noch oft gummibärchenartig assoziierten Kaltgetränken aus der Dose kann man sich schließlich schlecht aufwärmen. Also schlägt “Teekanne” hier zwei Fliegen mit einer Klappe.

—WERBUNG —

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Beeren, Minze und Orange, die für den Verkaufsstart ausgesuchten drei Geschmacksrichtungen, scheinen für das Unternehmen, welches in einem  von 2011-2015  laufenden Rechtsstreit wegen irreführender Werbung auf dem allerdings bereits 2012 von Teekanne selbst wieder aus dem Sortiment genommenen Produkt „Felix Himbeer-Vanille“ (“nichts drin, was drauf” so der Vorwurf der Verbraucherzentrale) unterlag und offenbar aus Fehlern der Vergangenheit kräftig gelernt hat, als die beliebtesten auf dem deutschen Markt zu gelten. „Berry“ besteht in der Power-Variante aus Hibiskus, Äpfel, Hagebutten, roter Beete, Brombeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und schwarzen Johannisbeeren, abgerundet mit Süßblättern und “natürlichem Beerenaroma”. Das Urteil der  fünfköpfigen kulturkueche.de-Testrunde zu dieser Sorte: richtig vollmundig und angenehm zum Trinken. Bei der zweiten Power-T-Sorte ist die namensgebende, kühle, an sich schon fast wie von selbst muntermachende Pfefferminze mit 91 Prozent im Beutel vorhanden, den Rest bildet eben das besagte Grünteeextrakt mit Koffein. Last but not least: In dem ebenfalls recht erfrischend wirkenden Orangen-Tee mit dem gewissen Extra werden natürliches Orangenaroma, -öl und -schalen mit Hibiskus, Äpfel, Hagebutten und Süßblättern abgerundet. Wer zu welcher Sorte greift, entscheidet natürlich letztlich die jeweilige persönliche Vorliebe zu bestimmten Früchten und Kräutern. Für unsere Redaktion hatte die Beerenmischung glasklar die Nase vorn.

(ore)

 

 

 

 



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