Sein Film “Im Westen nichts Neues” wurde letzte Nacht mit vier Oscars prämiert, wovon Edward Berger mit einem Oscar für den Besten Internationalen Film geehrt wurde. Kommenden Freitag um 20.15 Uhr läuft bei ARTE die Produktion “Jack”. Bergers Film war 2014 im Wettbewerb der Berlinale und wurde beim Deutschen Filmpreis mit einer Lola in Silber ausgezeichnet. Es ist ein schmerzhaft realistisches Kindheitsdrama und faszinierendes Road-Movie durch Berlin in einem.
Jack schmeißt den Haushalt, weckt seinen kleinen Bruder, macht das Essen und läuft zur Schule: viel für einen zehnjährigen Jungen. Seine Mutter Sanna meint es gut mit ihren Söhnen, aber sie ist jung, zu jung und mit sich selbst beschäftigt. Jack landet im Heim und ist unglücklich. Als seine Mutter ihn daraufhin nicht zu den Sommerferien abholt, beginnt die Situation zu eskalieren …
Edward Berger und Ko-Autorin Nele Mueller-Stöfen beschreiben laut dem deutsch-französischen TV-Sender “die Suche zweier Kinder nach ihrer Mutter lakonisch und einfühlsam, poetisch und voller Verständnis für den Schmerz und die Einsamkeit der Jungen. Zugleich wirft der Film einen Panoramablick auf Berlin: auf Boulevards und Supermärkte, Nachtclubs, Bars und Parks und nicht zuletzt auch auf die öden Randflächen abseits der pulsierenden Zentren”.

