Ihre Trüffelschweine im fränkischen Einheitsbrei

Gefahr durch Nahrungsergänzungsmittel – vor allem aus dem Internet?

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verkündet viele Beanstandungen im Jahr 2025

Symbolbild – Bildrechte “Bru-nO” / pixabay

Häufig würden Nahrungsergänzungsmittel als Möglichkeit angesehen, dem Körper etwas Gutes zu tun. Nicht selten versprechen sie eine Verbesserung der Gesundheit bei regelmäßiger Einnahme, obwohl dies wissenschaftlich nicht belegt ist. Außerdem enthalten manche Präparate Mineralstoffe und Vitamine in Mengen, die um ein Vielfaches über den empfohlenen Tagesdosen liegen. Im Jahr 2025 habe das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 394 Proben von Nahrungsergänzungsmitteln risikoorientiert untersucht, 241 Proben (61 Prozent) mussten beanstandet werden.

Insgesamt würden auf die Gesamtzahl der bemängelten Proben über 400 Beanstandungsgründe entfallen, da eine Probe auch aus mehreren Gründen nicht den Vorschriften entsprechen kann. So gab es aufgrund unzulässiger krankheits- oder gesundheitsbezogener Aussagen (den sogenannten „Health Claims“) 212 Beanstandungen. In 156 Fällen war die Kennzeichnung irreführend oder nicht rechtskonform. 18 Proben wiederum enthielten nicht zugelassene neuartige Lebensmittel und 38 Proben wurden als Arzneimittel eingestuft. Darüber hinaus gab es 2 Beanstandungen aufgrund von unzulässigen Inhaltsstoffen. Nur eine Probe wurde als potenziell gesundheitsschädlich beurteilt. „Schadstoffe“ im Sinne von Rückständen oder Kontaminanten wurden in den untersuchten Proben nicht festgestellt. In allen Fällen wurden die jeweils zuständigen Behörden informiert.

Das LGL unterstreicht in diesem Zusammenhang: “Gesunde Personen, die sich ausgewogen ernähren, sind prinzipiell nicht auf Nahrungsergänzungsmittel angewiesen, im Gegenteil: Zu viele Nährstoffe über einen längeren Zeitraum können sogar schädlich sein. Beispielsweise kann zu viel Jod der Schilddrüse schaden und Vitamin B6 in hohen Dosen zu neurologischen Einschränkungen führen. Nur in besonderen Fällen ist eine zusätzliche Einnahme sinnvoll, etwa Folsäure während der Schwangerschaft”. Daher empfehle sich, vor der Einnahme Rücksprache mit der Hausärztin oder dem Hausarzt zu halten. Im Zweifel sollte auf den Kauf verzichtet werden.



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