Ihre Trüffelschweine im fränkischen Einheitsbrei

Trinkwasserspendende Bäume

birkengoldIn “alten Zeiten” galt die Birke mit ihrem hellen Stamm als heiliger Baum, mit dem man den Frühlingseintritt feierte. Aus ihrer jungen weißen Rinde machte man Umhänge, Taschen oder Matten, sie wurde auch für die Herstellung von Tellern oder Tassen verwendet. Das Holz, weil leicht entzündbar, eignet sich auch in feuchtem Zustand gut für’s Feuermachen. Und die Blätter der Birken wurden und werden noch immer gegen Nieren-Blasen-Beschwerden verwendet. Auch gegen Gicht und Rheuma sollen Stoffe aus der Birke helfen, gar den Haarwuchs fördern. Was hingegen wenige wissen: circa drei Monate im Frühling, von März bis Mai, liefert diese Baumart leckersten, trinkbaren Saft. Zugegeben: die Birke tut dies nicht freiwillig, aber beim behutsamen Abzapfen gewinnt man durch Erde, Birkenwurzeln und -stamm gewandertes, gefiltertes, mit Mineralien und Spurenelementen sowie mit Birkenzucker (dem man zusagt, schonend für die Zähne zu sein) angereichertes Wasser.

Es waren mutmaßlich zunächst abgeknickte Äste oder gar ein ganzer geknickter Baum, aus dessen Wunde Wasser sich nur so ergoss, dass Schmetterlinge und andere Insekten anzog und auch Menschen neugierig machte. Denn wenngleich heutzutage bzw. hierzulande kaum (mehr) bekannt – Birkenwassergewinnung hat durchaus eine große Tradition und wird insbesondere in bestimmten Gegenden bis heute auch recht intensiv gepflegt. Im Netz gibt es hier und da Anleitungen, wie man in diese schönen Bäume schonend ein kleines Loch bohrt, die klare farblose Flüssigkeit, die im Frühjahr durch den Stamm und durch die Äste nur so rauscht – insgesamt wohl ca. 100 Liter pro Baum – auffängt. Manche Menschen behaupten gar, die Flüsse im Inneren hören zu können: man müsse nur ein Ohr fest an eine Birke drücken. Da aber wohl die wenigsten Menschen ihre eigene Birke – so überhaupt ein Garten vorhanden sind – zuhause haben, kann man natürlich leider nicht selber “tanken” gehen, aber seit kurzem auch im deutschsprachigen Raum beim österreichischen Unternehmen Birkengold, das sich auf Birkenzucker (Xylitol) und zuckerfreie Produkte spezialisiert hat, zuschlagen.

Der Birkensaft für 1,99 Euro pro 330 ml Flasche kommt in diesem Fall von finnischen Frühlingsbirken. Die Behältnisse in denen das natürlich isotonische Getränk vertrieben wird sind im unteren Bereich sechseckig und liegen ausgesprochen gut in der Hand. Dieses Birkenwasser gibt es im Übrigen nicht nur “pur”, sondern auch gleich in zwei spannenden Geschmacksvariationen: mit natürlichen Holunderblüten- beziehungsweise Limette-Ingwer-Aromen versetzt. Die Süße kommt dabei eben durch das Kerngeschäft – durch Xylitol. Richtig gekühlt schmeckt es am besten, sehr frisch, leicht süß. In der puren Variante eben ohne irgendwelche mehr oder minder intensive zusätzliche Geschmäcker und trotzdem bereits meilenweit leckerer als jedes teure Heil- oder natürliches Mineralwasser.

Da das Wasser zwar steril aus dem Baum kommt, ist es in freier Wildbahn anschließend nur 2-3 Tage, vorzugsweise im Kühlschrank haltbar. Deswegen werden die industriell hergestellten Säfte pasteurisiert. Aber auch aufgemachte Flaschen sollten auch kühlgestellt innerhalb von fünf Tagen getrunken werden. Wir sind aber ohnedies sicher, dass es nie zu so einer langen Aufbewahrungszeit kommt! Denn Birkensaft ist eben nicht einfach nur ein sehr mineralstoffreicher Durstlöscher, sondern kann tatsächlich regelrecht süchtig machen und ist wunderbar vitalisierend.



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