Ihre Trüffelschweine im fränkischen Einheitsbrei

Trotz begrenztem Budget: Günstig und gesund kochen

Im Laufe des Jahres 2022 sind die Preise für Lebensmittel erneut deutlich gestiegen. Das ist für viele Menschen eine hohe Belastung. Mit ein paar Tipps lässt sich beim Einkauf tendenziell sparen, um auch mit begrenztem Budget zumindest halbwegs gesund und frisch zu essen.

Das A und O ist, nach Möglichkeit selbst zu kochen und zu backen. Dass es dabei vielen Menschen obwohl sie wenig Geld verdienen an ausreichend Zeit und oder Kraft fehlt, liegt – was viele Pseudo-Ratgeber gerne in ihrer Überheblichkeit übersehen – seltener an Faulheit denn den Stunden die auch für prekäre Jobs am Tagesende fehlen, erst recht wenn aufwändige Wegen zur Arbeit und wieder zurück nach Hause dazukommen.

Aber wenn es irgendwie (trotzdem) geht, nutzen Sie saisonales Gemüse und Obst aus der Region. In den Wintermonaten werden etwa Kohlgemüse wie Weißkohl und Rotkohl, Chicorée, Rote Bete, Pastinake und Lauch günstiger angeboten. Zwiebeln und Möhren sind ganzjährig vergleichsweise preiswert erhältlich.

Gut, günstig und sättigend ist “traditionelle Hausmannskost” wie Steckrübeneintopf und Erbsensuppe, wobei da manchem schon beim bloßen Lesen solcher Begriffe der Apetit vergeht. Aber wie wäre es mit “moderneren” bzw. “internationaleren” Gerichten wie Pilzrisotto, Linsendal oder einer mediterrane Nudelpfanne?

Trotz Tiktok-Raffaela und immer mehr Auswahl an “Würsten” und “Schnitzel” auf rein pflanzlicher Basis im Supermarktregal ist für viele Menschen Fleisch noch immer nicht gänzlich verzichtbar. Aber vielleicht lohnt es sich es zumindest öfter zu probieren – oder zumindest wenn eine Gefriermöglichkeit besteht bei wirklichen Angebotspreisen Vorräte anzulegen, statt dann in der Folgewoche wieder teuer zuschlagen zu müssen. Als Beilage bieten sich neben Kartoffeln auch Nudeln und Reis an, die in der Vollkornvariante besonders nährstoff- und ballaststoffreich sind, so dass etwaige Fleischportionen zumindest geringer als “traditionell” ausfallen dürfen und man trotzdem gut satt wird. Auch viele Fertigprodukte wie Tomatenketchup und Gemüseaufstriche lassen sich einfach selber machen, um den Geldbeutel zu schonen. Bei Soßen und Suppen kann man größere Mengen kochen und – natürlich wieder nur bei entsprechender Technik im Haushalt – portionsweise einfrieren.

Ein vordergründig banaler aber wirklich nachhaltiger Tipp: Speisereste werden am nächsten Tag einfach kreativ verwertet. So schmeckt übriggebliebenes Gemüse sehr gut im Auflauf, in Eierspeisen oder einer bunten Suppe. Pellkartoffeln kommen als Bratkartoffeln, Rösti oder Kartoffelsalat nochmal auf den Tisch. Aus Spaghetti wird mit Ei und Parmesan eine Frittata und aus altbackenem Brot Croûtons oder Bruschetta.

Definitiv lohnt es sich, seltener einzukaufen und die Gerichte für mehrere Tage zu planen. Wenn man einen Einkaufszettel schreibt, werden nur die notwendigen Mengen besorgt. Und aus eigener Erfahrung: Gehen Sie nicht hungrig in den Supermarkt, damit vermeidet man teure Spontankäufe. Und wer den Grundpreis pro Kilogramm oder Liter vergleicht, behält bei unterschiedlichen Packungsgrößen den Überblick. Vor allem bei Alltagsprodukten wie Zucker, Mehl, Öl, Reis, Nudeln und Co. lassen sich mit den “No-Names” / Handelsmarken diverse Euro einsparen, wenn das Gewünschte oder Benötigte in der kommenden Woche nicht von einem “Markenhersteller” im Sonderangebot ist.

Wer das Glück hat in einer Stadt oder in einem Stadtteil zu wohnen der so genannte Wochenmärkte bietet: hier lassen sich am Ende des (Geschäfts-)Tages auch oft Schnäppchen machen – Fragen kostet Nichts! Allemal besser Sie machen mit etwas Überwindung ein Schnäppchen als dass der jeweilige Händler am Ende des Tages an die oft bigotten, oft finanziell gut gestellten “Geiz-ist-geil”-Gesichter des so genannten Foodsharing-Netzwerkes verschenkt. Win-win für Händler und Verbraucher die kostenbewusst haushalten müssen.

Dass “viele Supermärkte Lebensmittel kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums reduziert anbieten” wie das “Bundeszentrum für Ernährung” als Tipp tituliert, muss man Aufstockern und Hartz4-Empfängern in der Regel kaum erklären! Aber gerade in Großstädten gilt es tatsächlich immer noch nicht als Standardwissen, dass auch viele Bäcker oft gegen Abend Brot zu geringeren Preisen abgegeben.  Auch hier lohnt sich einfach beherzt nachfragen.



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