kkaufmacher

antischnarchkissenSchnarchen ist lästig – vor allem für einen etwaigen Partner, wenn man sich des Nächtens nicht alleine zur “Ruhe” begibt und diesem somit mehr oder minder nachtnächtlich zumindest teilweise den Schlaf raubt. Entgegen dem landläufigen Klischee lärmen übrigens keineswegs nur Männer – insbesondere mit zunehmenden Alter, spätestens im Zuge der Wechseljahre, schnarchen Studien zufolge auch immer mehr die Frauen. Es gibt viele Tipps, wie man weniger Lärm beim Schlafen verursacht – am harmlosesten: Seiten- oder Bauchlage statt Rückenlage. Wobei hier eben die Frage ist wie man sich so selbst an die Kandarre nehmen kann. ALles andere was wirken soll erscheint ansonsten von tendenziell unangenehm bis zunehmend brachialer: Nasenpflaster, Schnarchbandagen, Mundvorhofplatten, Gaumenspangen, und schlussendlich eben gar eine OP, um ggf. verengte obere Atemwege zu erweitern. Wir sind auf ein weitaus versöhnlicher erscheinendes Kissen gestoßen, dass auf Schnarchen in Echtzeit reagiere, den Schlafstörenden den Kopf mit sanftem Zwang zur Seite drehen lasse, was idealerweise für Ruhe im Schlafzimmer sorge.

Im Schlaf entspannt sich die Atemmuskulatur. Luftströme beim Atmen können dann erschlaffte Muskeln zum Schwingen bringen, meistens das Zäpfchen und das sogenannte Gaumensegel. Die Geräusche, die dabei entstehen, bezeichnet der Volksmund aber auch der gemeine Fachmann als Schnarchen. Besonders häufig passiert einem das in der Rückenlage. Aber auch, wenn man Alkohol getrunken oder Beruhigungs- beziehungsweise Schlafmittel zu sich genommen hat, weil diese die Atemmuskulatur zusätzlich entspannen. Und Schnarchen tritt auf durch Übergewicht – Fettablagerungen an Hals und Rachen sind ebenfalls eine Ursache. Egal woher es rührt, der häufig sorgt nicht unerhebliche Lärmpegel sorgt für Unmut bei Menschen die sich mit Schnarchern den gleichen Schlafraum oder gar das selbe Bett teilen. Durchgehend schlaflose Nächte, selbst wenn sie nur die Traumfrau oder der Traummann verursachen können gar in Aggressionen umschwenken. Und dann versucht man, am zumindest punktuell störenden Partner oder zumindest an dessen Kissen zu zerren und zu rütteln, damit der Lärm endlich aufhört.

Diesen Job – gar sanfter und letztlich gar effektiver will das Schnarchstopp-Kissen von newgen medicals übernehmen: “Es lässt den Kopf des Schnarchenden sanft auf die Seite kippen. Der Körper folgt meist aus Reflex. Mit diesem einfachen Trick ermöglichen Sie sich und Ihrem Partner erholsamen und entspannten Schlaf”, suggeriert die Eigenwerbung bei pearl.de. Das ergonomisch geformte Kissen (54 x 7 x 36 cm) wird samt Bezug sowie Netzteil und einer kleinen Anleitung ausgeliefert. Auf der einen Seite hat es eine Buchse zum Stromtanken (Akkubetrieb) und eine große Einschalt-Taste, auf der anderen Seite ein Bedienfeld mit vier Tasten und einem Drehrädchen. Bevor das Kissen in Betrieb genommen wird, soll es also Saft von der Steckdose beziehen. Leuchtet die Netzteil-LED grün, ist es startklar, es kommt die nächsten Stunde ohne Steckdose aus und wartet darauf für den Schlaf programmiert zu werden.

Dafür wird zunächst die große An-Taste gedrückt, diese leuchtet nun rot. Dann auf der anderen Seite – irgendwie irritierend — eine weitere, kleine An-Taste, um die Funktionen des Kissen einzuschalten. Diese leuchtet nun ebenfalls rot (in Betrieb). Nun kann mittels zweier weiterer Tasten mit Pfeil nach oben beziehungsweise unten das Kissen mit Luft auf- oder abgepumpt werden. Die Mitte des im Auslieferungszustand relativ flachen Kissens wird in ersterem Fall leicht erkennbar und – wenn man sich platziert – vor allem deutlich spürbar höher. Was dazu führt, dass es unpraktisch, wenn nicht regelrecht unangenehm wird, in Rückenlage den Kopf in die Mitte zu legen. In puncto tasten gibt es schlussendlich noch die mit “M” beschriftete: die Geräusch-Aktivierung. Diese bietet zwei Möglichkeiten: man drückt einmal, das Kissen befindet sich danach in einer 30 Minütigen Vorbereitungs-/Toleranzphase, erst nach Ablauf der halben Stunde schaltet sich das Gadget in die Geräusch-Kontroll-Phase. Oder man drückt zwei Mal und das Kissen ist sofort bereit, auf Geräusche regulierend zu reagieren. Drückt man ein drittes Mal, so wird der Geräusch-Sensor bei Bedarf wieder ganz ausgeschaltet. Abschließend gilt es vor dem sich betten nurmehr am Rädchen zu drehen, um die Sensitivität des Geräusch-Sensors einzustellen, von niedrig bis hoch – wobei es letztlich eher ein Trial- and Error-Pronzip ist – der ohnedies eher dürftige Beipackzettel liefert hier keine brauchbaren Anhaltspunkte.



pearl2Auch wenn wir es nun relativ ausgieibig geschildert haben: Im Grunde ist das Kissen unkompliziert und rasch programmiert und somit startklar, für eine – theoretisch – ruhige Nacht zu sorgen. Unsere erste Erfahrung war, dass das Kissen – hoch sensitiv eingestellt, sogar auf ein nicht nur gehauchtes, aber liebevolles, und keineswegs überlautes, weil ja hoffnungsfrohes “Gute Nacht Schatz” aus Richtung des Nachbarkissens (über)reagierte. Ersst recht wenn man – auch nur gespielt – anfing zu schnarchen, schaltete sich sehr zeitnah der Motor an und pumpte laut die Luft ins Kissen, so dass einerseits zwar der Effekt entstand, dass der Kopf zur Seite kippen musste (und durch eine solche Positionsveränderung lässt das Schnarchen tatsächlich oftmals nach, zumindest für einige Zeit), andererseits weckten diese laute Motorgeräusche tatsächlich tendenziell beide Schlafenden. Und wenn das dann mit dem Pumpen nicht nur einmal im Laufe der Nacht passiert – ist das auch eben alles nur leider keine gute Nacht.

Aber – wir haben es bereits angedeutet – das Kissen evrspricht ja auch ohne, dass es live “mithört” Linderung der nächtlichen Geräuschpegel. Sprich, man hat die Wahl, diese Geräuschkontrolle auszuschalten und das Kissen vorm zu-bett-gehen so aufzupumpen, dass die Mitte hoch steht. Schaltet man dann aber nicht gänzlich auf “aus”, so kam es vor, dass das Kissen im Laufe der Nacht sich “entpumpte” – beide Propanden schworen, dass es auszuschließen war, das eienr von ihnen des nächtens an den Ab-Pump-Knopf geraten sei, was in Anbetracht der Lage der Bedienelemente auch als plausibel betrachtet werden kann.

Das Kissen an sich fühlt sich ansonsten recht angenehm an (75 % Baumwolle), aber eine wirkliche Lösung gegen Schnarchen bietet es unseres Erachtens nicht, zumindest keinesfalls zuverlässig. Genauso gut könnte man ein bereits im Hause befindliche Kissen in der Mitte küsntlich aufpolstern, damit man uch mit einem technikfreien Produkt mehr oder minder zwangsläufig auf der Seite schläft und während des Schlafs sich nicht umdrehen kann bzw. dies nicht besonders gerne macht. Obwohl die seitliche oder Bauchlage letztlich ohnedies nicht alle Ursachen des Schnarchen beseitigt.


tacho-08Bestellablauf/Handling: 4/5
Qualität/Originalität: 2/5
Preis/Leistung 2/5

erhältlich beim Pearl Onlineshop für ca 35 Euro

Unser Fazit: Es sollen durchschnittlich mehr als die Hälfte aller Menschen mehr oder minder stark, mehr oder minder regelmäßig schnarchen und dadurch andere um den Schlaf bringen. Das Schnarchstopp-Kissen ist an sich eine nette Idee, zeigt auch punktuell Wirkung. Aber allein eine wirklich für alle Beteiligten sinnvolle Einstellung des richigen Pegels des Geräusch-Sensors nervet als auch insbesondere der selber Lärm verursachende Aufpumpmechanismus.

keywords: Schnarchstopp-Kissen, newgen medicals, pearl, Seitenlage, Bauchlage, Rückenlage, Nasenpflaster, Schnarchbandage, Mundvorhofplatte, Gaumenspange, Hightech, Atemmuskulatur, Zäpfchen, Gaumensegel, Lärmpegel, ergonomisch, Geräusch, Schnarchkissen, Reduzierer, Schnarchstopp, Anti Schnarch Kissen, Nackenkissen